Rinderfakten
Treibhausgasemissionen der deutschen Landwirtschaft sinken
Die Treibhausgasemissionen der deutschen Landwirtschaft sinken. Zwischen 1990 und 2021 sind sie um 22 Prozent gesunken - von 70,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent auf 53,7 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent.
Ihr Anteil an den gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands, die sich in dem Zeitraum ebenfalls reduziert haben, stieg allerdings von 5,7 % (1990) auf 8,2 % (2024). Zu berücksichtigen ist jedoch die gleichzeitige Produktivitätssteigerung der deutschen Landwirtschaft. Heute kann ein Landwirt rein rechnerisch 147 Personen ernähren. Das sind doppelt so viele wie noch im Jahr 1990.
Rinderhaltung ist nur für einen geringen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich
Die Landwirtschaft verursacht Treibhausgase – wie jede andere Branche auch. Das Umweltbundesamt meldete für das Jahr 2020 Gesamtemissionen in Deutschland in Höhe von 739 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent. Davon entfielen fast 92 % auf die Industrie, den Handel und den Verkehr. Die Landwirtschaft ist für 8,1 % der Emissionen und davon die Rinderhaltung für 3,4 % verantwortlich.
Welche Faktoren beeinflussen das Tierwohl im Stall?
In der öffentlichen Diskussion um das Tierwohl wird häufig ein negativer Zusammenhang zwischen Betriebs- bzw. Herdengröße und Tierwohl vermutet. Danach werden große Tierhaltungsbetriebe allein schon wegen hoher Tierzahlen als wenig tiergerecht eingestuft. Doch was bedeutet Tierwohl
und welche Faktoren beeinflussen das Tierwohl in der Nutztierhaltung?
Nutztierhaltung in Deutschland: Massentierhaltung?
Der Begriff Massentierhaltung
ist rechtlich nicht definiert. Als Synonyme werden häufig Intensivtierhaltung
und industrielle Tierhaltung
verwendet. Sehr häufig fokussiert sich die Diskussion dabei auf landwirtschaftliche Großbetriebe mit vielen Tieren.
Senkung von Methanemissionen durch Rinderhaltung
Die Rinderhaltung wird häufig als Hauptverursacher von Methanemissionen dargestellt, dabei ist sie nur eine von vielen Quellen und ihr Anteil sinkt. Zum einen durch Leistungssteigerungen, die zu sinkenden Rinderbeständen beigetragen haben. Daneben gibt es aber zusätzliche Ansätze, die Methanemissionen weiter zu senken. Das Ziel ist eine klimaneutrale Rinderhaltung.
Rindfleisch ist ein natürliches Lebensmittel und benötigt keine Zusatzstoffe
Da der veganen und vegetarischen Ernährungsweise zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt wird, wächst auch das Interesse der Konsumenten an pflanzlichen Fleischalternativen. Doch sind pflanzenbasierte Ersatzprodukte wirklich eine (gesündere) Alternative zu herkömmlichen Fleischprodukten?
Deutsche Nutztiere ernähren sich regionaler als der deutsche Verbraucher
Unsere Nutztiere verwerten zu über 95 % heimische Futtermittel, die zum überwiegenden Teil auf den
tierhaltenden Betrieben selbst erzeugt werden.
Hormone in der Milch - ist das gefährlich?
Über unsere Lebensmittel nehmen wir natürlicherweise Hormone oder hormonähnliche Substanzen (Phytohormone) zu uns. Hormone sind chemische Botenstoffe, die wichtige Funktionen in Tieren, Pflanzen und Menschen übernehmen. Man findet sie sowohl in pflanzlichen als auch tierischen Lebensmitteln.
Wasserentnahme der Landwirtschaft im Branchenvergleich
Die Landwirtschaft braucht große Mengen Wasser zur Erzeugung hochwertiger Lebensmittel. Im Vergleich zu anderen Branchen ist diese Menge aber sehr gering – Dank der guten Versorgung mit Regen.
Wassernutzung bei der Erzeugung von Rindfleisch
Mehr als 90 Prozent des Wasserbedarfs in der Rinderhaltung wird für die Futterherstellung gebraucht. Für den Anbau des Futters wird überwiegend Regenwasser genutzt. Etwa vier Prozent des benötigten Wassers für die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch ist Blaues Wasser
.
BRS Fact Tierwohl Bestandsgröße