Dialog Rind Schwein

21.09.2021

Der Mann, der tierisches Methan vermindert

Anteil Rinderhaltung Am Globalen CO2 Ausstoß

Michael Kreuzer, Professor für Tierernährung und Pionier in der Vermeidung von Treibhausgasemissionen bei Nutztieren, geht nach 27 Jahren an der ETH Zürich in Pension. Kreuzer war einer der ersten Wissenschaftler, die sich ernsthaft mit der Frage befassten, wie man das klimaschädigende Methangas von Wiederkäuern senken kann. Bei Rindern, Schafen und Ziegen bauen Bakterien die Pflanzenfasern im Pansen ab. «Dabei entsteht Wasserstoff, den das Tier entsorgen muss», erklärt Kreuzer. Das übernehmen methanogene Ur-​Mikroben, in dem sie aus Wasserstoff und Kohlendioxid Methan herstellen, das Wiederkäuer übers Maul ausstossen.

«Der Clou ist, die Methanbildner zu hemmen, ohne die Verdauung der Fasern zu unterbinden», sagt Kreuzer. Er kennt in dieser Liga so ziemlich jeden Trick. Sein erster Versuch an der ETH war sein Schlüsselmoment: Er entdeckte, dass Kokosfett das Methan um bis zu 70 Prozent senken kann.

 

17.09.2021

Whitepaper zur Klimaneutralen Rinderhaltung

Whitepaper: Wege zu einer Klima neutralen Rinderhaltung

In einem Whitepaper informieren Dr. Sara E. Place, Elanco Animal Health
and Dr. Frank M. Mitloehner, University of California, Davis, über die Schritte zu einer Klima neutralen Rinderhaltung bis zum Jahr 2050. In der Zusammenfassung heißt es

  • Der US-amerikanische Rindfleisch- und Milchsektor sollte sein Klimaziel Klimaneutralität statt Netto-Null-Kohlenstoff klarstellen und einen Punkt erreichen, an dem sie nicht mehr zur Erwärmung der Atmosphäre beitragen.
  • Die Rindersektoren können bis 2050 Klimaneutralität, auch Netto-Null-Erwärmung genannt, erreichen, indem sie die Methanemissionen in den kommenden Jahrzehnten um 18-32 Prozent reduzieren.
  • Business-as-usual wird es dem Sektor nicht ermöglichen, Klimaneutralität zu erreichen, sondern erfordert Innovation.
  • Während das Ziel der Klimaneutralität US-Rind- und Milchviehbetriebe mit CO2-emittierenden Sektoren festlegt, die auf Null-Kohlenstoff-Emissionen abzielen, können Rinderbetriebe mit weiteren Emissionsreduzierungen über die Klimaneutralität hinausgehen und Teil einer Klimalösung sein.

Das Whitepaper steht zum Download zur Verfügung. Warum die Kuh kein Klimakiller ist, erklärt einer der Autoren, Prof. Frank Mitloehner, in diesem Video.

 

15.09.2021

Hormone in der Milch: 6 Fakten

Milch   Nicht Nur Für Die Knochen Gut

Milch ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Trotzdem ist dieses wertvolle Lebensmittel häufig Opfer von Mythen oder wird zum Anlass für wissenschaftlich nicht tragbare Behauptungen genutzt, um Verbrauchern Angst zu machen. Ein Vorurteil dreht sich dabei um den natürlichen Hormongehalt und mögliche Gesundheitsrisiken. Der Ernährungswissenschaftler und Lebensmittelchemiker Morten Elsoe hat sich diesem Thema gewidmet und hinterfragt die 6 häuftigsten Vorurteile.

 

15.09.2021

Wege zur Klimaneutralität für die Rindfleisch- und Milchviehproduktion in den USA

Methankreislauf In Der Rinderfütterung

Der US-amerikanische Rindfleisch- und Milchsektor kann die Klimaneutralität, die auch als Netto-Null-Erwärmung bezeichnet wird, bis 2050 erreichen, indem er die Methanemissionen in den kommenden Jahrzehnten um 18-32 Prozent reduziert. Mit Business-as-usual wird der Sektor dies allerdings nicht erreichen können, sondern es sind Innovationen erforderlich. Während das Ziel der Klimaneutralität die US-Rind- und Milchwirtschaft auf eine Stufe mit den CO2-emittierenden Sektoren stellt, die eine Netto-Null-Kohlenstoffemission anstreben, können die Rinderbetriebe mit weiteren Emissionssenkungen über die Klimaneutralität hinausgehen und Teil einer Klimalösung sein.

 

10.09.2021

„Haferdrink ist nichts weiter als sehr viel Wasser mit sehr wenig Hafer"

CO2Footprint Lebensmittel NDCI Index

Haferdrinks sind dreimal so teuer wie Kuhmilch. An den Inhaltstoffen kann es nicht liegen. Und auch nicht an den Herstellungkosten. Warum Hafermilch trotzdem so viel mehr kostet als Kuhmilch, erklärt der Journalist Dr. Olfa Zinke in agrarheute. Es wird als ideales Anti-Klima-Getränk verkauft, was es eigentlich nicht ist, wenn man die Nährstoffdichte zugrunde legt.

Dieselbe Beobachtung lässt sich für alternative Proteinnahrungsmittel, z.B. Würmer, machen. 18-Gramm-Packungen Buffolo-Würmer kosten um die 6,99 Euro, 100 Gramm kosten rd. 39 Euro. Bezogen auf den Proteingehalt müsste Schweinefleisch (je nach Teilstück) demnach im Mittel rd. 12 Euro je 100 Gramm kosten. Tatsächlich kosten 100 Gramm nur 50 Cent

 

08.09.2021

Mit Instagram-Kanal „mitten_draussen“ auf landwirtschaftliche Entdeckungstour

Mit dem neuenInstagram-Kanal mitten_draussen nimmt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) nun auch gezielt jüngere Verbraucherinnen und Verbraucher auf Entdeckungstour in die Landwirtschaft von heute: Von der Herkunft unseres Essens über die Auswirkungen der Lebensmittelerzeugung auf das Klima bis zu hilfreichen Tipps für den eigenen Garten.

 

03.09.2021

Mehr "Muh" als "Buh": Influencer David Friedrich, Ewa Tomko und Udo & Wilke zum Realitäts-Check beim Milchbauern

Ich habe gedacht, die wären alle nur schwarz-weiß, staunt David Friedrich, auch bekannt aus Formaten wie Die Bachelorette und dem Dschungelcamp, als er auf die rund 120 Milchkühe von Henriette und Kai im Calenberger Land blickt. Der Musiker erfragt und erkundet einen Milchbauernhof als einer von insgesamt vier Influencern, die sich für das Projekt blindfolded dabei filmisch begleiten lassen: Mit dabei ist außerdem das ostfriesische YouTuber-Duo Udo & Wilke sowie Instagrammerin Ewa Tomko. Die drei jeweils fast halbstündigen Videos sind auf den Social Media-Kanälen von Milchland Niedersachsen zu finden. Innerhalb der ersten Woche wurden die Filme bereits nahezu 80.000-mal aufgerufen. Die Milchwirtschaft wird oftmals zu wenig differenziert dargestellt und wir Menschen neigen dazu, vornehmlich die negativen Bilder im Kopf zu speichern. Wir möchten zeigen, dass die breite Realität anders aussieht und haben dafür sozusagen vier neutrale Beobachter auf den Weg geschickt, erklärt Claudia Renner von der Öffentlichkeitsplattform Milchland Niedersachsen. Kritisches Hinterfragen ist von uns dabei unbedingt erwünscht, denn wir möchten einen Dialog mit den Verbrauchern.

 

31.08.2021

Mit Futter und Zucht Methanemission der Kuh vermindern

Effiziente Milchproduktion Und Methan

Dieses Thema stand im Mittelpunkt eines Workshops anlässlich der 75. Jahrestagung der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) im März 2021. Unterschiedliche Methanemissionen, die bei gleicher Fütterung und Leistung zu beobachten sind, werden zum Teil vom Erbgut – der Genetik – der Kühe bestimmt. Allerdings arbeitet die Wissenschaft derzeit noch an der Frage, ob die Zusammensetzung der verdauungsrelevanten Mikroorganismen im Pansen der Wiederkäuer, das sogenannte Mikrobiom, stärker züchterisch bearbeitet werden kann, und welche Zuchtstrategie dabei gegebenenfalls die größten Erfolge verspricht. Die möglichen Maßnahmen zur Steuerung der Methanemission durch die Fütterung scheinen vielfältig. Allerdings variieren die Effizienz, der Preis und die Nebenwirkungen, insbesondere auf die Leistung stark. 

 

31.08.2021

Influencer zum Realitäts-Check beim Milchbauern

Insgesamt vier Influencer haben einen Milchbauernhof für das Projekt blindfolded erkundet. Die dabei entstandenen drei jeweils fast halbstündigen Videos sind auf den Social Media-Kanälen von Milchland Niedersachsen zu finden. Innerhalb der ersten Woche wurden die Filme bereits nahezu 80.000 Mal aufgerufen. Die Milchwirtschaft wird oftmals zu wenig differenziert dargestellt und wir Menschen neigen dazu, vornehmlich die negativen Bilder im Kopf zu speichern. Wir möchten zeigen, dass die breite Realität anders aussieht und haben dafür sozusagen vier neutrale Beobachter auf den Weg geschickt, erklärt Claudia Renner von der Öffentlichkeitsplattform Milchland Niedersachsen. Kritisches Hinterfragen ist von uns dabei unbedingt erwünscht, denn wir möchten einen Dialog mit den Verbrauchern. Auf dem Instagram-Kanal Milchland Niedersachen wird zusätzlich Behind-the-scenes-Material veröffentlicht. Schirmherrin der Aktion ist die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN).

 

25.08.2021

Ernährungsphysiologische Auswirkungen und potenzielle Fallstricke beim Wechsel von tierischen zu pflanzlichen Lebensmitteln

Das Interesse an einer pflanzenbasierten Ernährungsweise stößt bei Verbrauchern auf wachsendes Interesse. Dies hat bei den Herstellern zur Entwicklung neuer pflanzlicher Fleischalternativen (PBMA) geführt, die als nachhaltig und gesundheitsfördernd angepriesen werden. Es bleibt jedoch unklar, ob diese neuen pflanzlichen Fleischalternativen, die tierische Lebensmittel ersetzen sollen, die gleichen nachgewiesenen ernährungsphysiologischen Vorteile bieten wie die traditionelle Mischkost. In ihrer wissenschaftlichen Studie haben die Autoren eine omnivore Referenzdiät anhand von NHANES-Daten modelliert und mit Diäten verglichen, bei denen tierische Produkte in der Referenzdiät entweder durch traditionelle oder neuartige pflanzliche Lebensmittel ersetzt wurden. Die Fallstudie zeigt, dass für den uninformierten Verbraucher die Gefahr besteht, bei der Auswahl pflanzlicher Ersatzstoffe unbeabsichtigt mehr gesundheitsrelevante Nährstoffe wie Fett, Natrium und Zucker aufzunehmen und gleichzeitig die Nährstoffdichte der Ernährung zu verringern. Die jüngsten Innovationen der Hersteller im Bereich der pflanzlichen Ersatzprodukte konzentrierten sich eher auf die organoleptischen Eigenschaften (Textur, Geschmack und Aussehen) und die Formate (Nuggets und Burger) als auf die Entwicklung innovativer Wege zur Verbesserung der Nährstoffdichte von pflanzlichen Lebensmitteln und zur Gewährleistung eines ausgewogenen Nährstoffprofils, das dem von Produkten tierischen Ursprungs entspricht.