BRS News

24.05.2024

Weidetiere: die neuen Klimahelden

BRS Weideschild Speichervermögen Dauergrünland
© BRS

Ausgewilderte Wisente in den Karpaten sind Klimahelden, schreibt der Spiegel. Schaut man die zugehörige Studie genauer an, wird klar: Das sind Schafe und Mutterkühe auch!

Der BRS hat einmal nachgerechnet: Rund 30 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland sind Wiesen und Weiden, die zumeist aus geografischen oder naturschutzfachlichen Gründen nicht als Ackerland genutzt werden können. Grünlandflächen sind effektive Kohlenstoffspeicher und somit wichtig für den Klimaschutz. Ein Hektar Dauergrünland, das sind 10.000 Quadratmeter, speichert bis zu 200 Tonnen Kohlenstoff! In Deutschland wären das rd. 940 Mio. Tonnen. Das entspricht rd. 3,4 Milliarden Tonnen CO2.*

 

24.05.2024

Bewerbungsphase für den Milchlandpreis 2024 gestartet

Der Milchlandpreis der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) geht in die 24. Runde. Ab Ende Mai werden die Unterlagen zum Milchlandpreis 2024 über die Milchsammelwagen bzw. die Apps der Molkereien an alle Landwirte verteilt. So können interessierte Milcherzeuger direkt den Bewertungsfragebogen ausfüllen. Zusätzlich ist dies online auf der Website des Milchlandpreises möglich.

 

24.05.2024

Interview zur Sicherheit von Milch(-produkten) in Deutschland

Knapp 35 Prozent erachten in Deutschland gekaufte Lebensmittel als mittelmäßig sicher und gute 15 Prozent bewerten diese als (gar) nicht sicher. Das geht aus dem aktuellen Verbrauchermonitor 2023 hervor, einer regelmäßigen repräsentativen Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Auch beim Konsum von Milch und Milchprodukten spiegelt sich eine gewisse Unsicherheit bei der deutschen Bevölkerung wider. Der Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN), Dr. Jan-Hendrik Paduch, der zuvor als Professor für Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelqualität an der Staatlichen Studienakademie Plauen lehrte, gibt eine Einschätzung zur aktuellen Situation in Deutschland.

 

23.05.2024

„Nachhaltigkeitskompass“ für den Agrarsektor

Agri Sustainability Compass

Die Europäische Kommission hat einen Nachhaltigkeitskompass für den Agrarsektor online gestellt (siehe agridata.ec.europa.eu/extensions/compass/compass.html). Zu finden ist er als Teil des Agri-food Data Portal, welches Marktdaten, Wissenschaftsberichte, Länderdatenblätter und Daten zur Lebensmittelversorgung und –sicherheit enthält. Die Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (GD AGRI) stellte den Nachhaltigkeitskompass am 17. Mai als neues interaktives Instrument mit klaren und verständlichen Informationen zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft vor. Er enthält Informationen über 20 Schlüsselindikatoren zu den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit.

 

23.05.2024

Weidemilch in Gefahr: Kritik an Plänen des Lebensmittelhandels

Die Pläne des Einzelhandels, Weidemilch künftig der Haltungsform-Stufe 3 im neuen 5-stufigen Haltungsform-Kennzeichnungssystem zuzuordnen, lehnen Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte sowie weitere Partnerinnen und Partner eines breiten Bündnisses ab und haben sich daher mit einem Brief an Haltungsform.de gewendet. Zu den Unterzeichnenden gehören das Grünlandzentrum, die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft e. V. (AbL), der Bund deutscher Milchviehhalter e. V. (BdM), Greenpeace, das Landvolk Niedersachsen, Land schafft Verbindung, der NABU, Provieh e. V. sowie Vision 360 Agrar.

 

23.05.2024

Duroc-Schweine satt füttern?

Durco-Mastschweine bestechen durch ihre Futteraufnahme. Die LWK Niedersachsen hat dies zum Anlass genommen und untersucht, ob die Tiere ad libitum oder besser in der Endmast rationiert gefüttert werden sollten. Signifikante erhobene Leistungsunterschiede hinsichtlich Tageszunahme, Futteraufwand je kg Zuwachs sowie Futterverbrauch wurden in einem zweiten Versuch überprüft. Andrea Meyer und Wolfgang Voigt, LWK Niedersachen, haben die Ergebnisse in einem neuen proteinmarkt-Fachbeitrag zusammengefasst.

 

23.05.2024

Landvolk fordert von EU-Politik vernünftige Verordnungen

Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, weist das Landvolk Niedersachsen im Hinblick auf das geplante große Tierwohl-Paket und die anstehende Umsetzung der EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten aktuell in den Sozialen Medien mit einer Aktion zur EU-Wahl auf die Auswirkungen hin. Unsere Landvolk-Kreisverbände werden zudem ihre EU-Kandidaten in Anschreiben hierzu informieren und sensibilisieren, erklärt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Bei allem Verständnis bezüglich Tierwohl und -schutz müssen Umsetzung und Wirtschaftlichkeit für die bäuerlichen Betriebe gewährt bleiben, führt Ehlers weiter aus.

 

23.05.2024

Wurzel als Schlüssel zu dürretoleranterem Mais

Mais kommt mit sehr unterschiedlichen Standortbedingungen zurecht. Eine internationale Studie unter Federführung der Universität Bonn zeigt nun, welche wichtige Bedeutung dabei sein Wurzelsystem spielt. Die Forscherinnen und Forscher haben mehr als 9.000 Sorten analysiert. Dabei zeigte sich, dass sich die Wurzeln stark unterscheiden - je nachdem, wie trocken der Standort ist, für den die jeweilige Sorte gezüchtet wurde. Sie konnten zudem ein Gen identifizieren, dass bei dieser Anpassung eine Rolle spielt. Möglicherweise ist es ein Schlüssel für die Entwicklung von Sorten, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen. Die Ergebnisse sind nun in der renommierten Zeitschrift Nature Genetics erschienen.

 

23.05.2024

Digitale Sonder-Agrarministerkonferenz im Zeichen des Bürokratieabbaus auf EU- und Bundesebene

Die digitale Sonder-Agrarminister:innenkonferenz (AMK) am 22. Mai 2024 unter dem Vorsitz Thüringens befasste sich u.a. mit der nationalen Umsetzung der durch die EU beschlossenen Änderungen im Basisrecht der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie den Fortschritten beim in der Frühjahrs-AMK in Erfurt beschlossenen Bürokratieabbau. Thüringens Landwirtschaftsministerin und AMK-Vorsitzende Susanna Karawanskij betonte: Wir setzen den eingeschlagenen Weg der Frühjahrs-AMK zum Bürokratieabbau in der Landwirtschaft konsequent fort. Dazu gehören auch die beschlossenen Änderungen des EU-GAP-Basisrechts, die wichtige Entlastungen und Vereinfachungen für den Berufsstand und die Verwaltungen mit sich bringen und in nationales Recht umgesetzt werden. Die bislang vorgegebene Stilllegungspflicht von Agrarflächen wird abgeschafft und so Planungssicherheit für Agrarbetriebe hergestellt. So sollen die GLÖZ-Standards gelockert werden und Länder die Möglichkeit erhalten, vorübergehende Ausnahmen aufgrund von Witterungsbedingungen zuzulassen. Beim Bürokratieabbau auf nationaler Ebene wurden weitere konkrete Schritte besprochen. Im Pflanzenschutzrecht sollen Ausnahmeregelungen vereinfacht und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Bei Genehmigungsprozessen von Stallbauvorhaben wird die Regelungsdichte abgebaut, um insbesondere für kleinere und mittlere Betriebe ein vereinfachten Verfahren einzuführen. Bei Biogasanlagen wird ein Verzicht auf Nachhaltigkeitsnachweise angestrebt. Um beim Bürokratieabbau weiter schnell voranzukommen, haben die Länder den Bund aufgefordert, eine übergeordnete Bund-Länder-Arbeitsgruppe einzurichten und den eingeschlagenen Weg weiter stringent weiter zu verfolgen.

 

23.05.2024

Minister Backhaus stellt die „Nutztierstrategie MV 2030“ vor

Am 22.05.2024, hat Mecklenburgs-Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Nutztierstrategie MV 2030 vorgestellt. Das Papier wurde beginnend im Juni 2023 mit rund 70 Personen aus Verbänden, Vereinen und Institutionen sowie Landwirtinnen und Landwirten erarbeitet. Beginnend mit einer Beschreibung und Analyse der Ursachen für den Ist-Zustand benennt die Strategie die künftigen Herausforderungen und Handlungsfelder in der Tierproduktion. Daraus leiten sich am Ende Forderungen ab, deren Umsetzung notwendig sind, um die Nutztierhaltung in MV wieder zu stabilisieren. Zu den herausgearbeiteten Forderungen gehören u.a. das Schließen der Wertschöpfungsketten, z.B. durch Schaffung von regionalen Schlachtkapazitäten für Schweine, Geflügel und kleine Wiederkäuer, sowie die Erhöhung der mobile Schlachtung. Darüber hinaus wird eine Erhöhung der Förderprämien für die Weidehaltung und eine Rücknahme des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes gefordert.

 

Rentenbank

mit Unterstützung der
Landwirtschaftlichen Rentenbank

Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS)
Adenauerallee 174, 53113 Bonn