BRS News
Tönnies mit neuer Haftpflichtversicherung für Lieferungen von Partnerbetrieben
Gemeinsam mit dem Versicherungsmakler Marsh und in enger Zusammenarbeit mit dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) hat die Firma Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück einen Haftpflicht-Schutzschirm für alle Lieferungen von landwirtschaftlichen Partnerbetrieben abgeschlossen. Diese springt ein, wenn die Haftpflicht-Versicherung der Landwirte im Schadensfall nicht ausreicht oder erst gar nicht greift. Wer künftig seine Tiere an einen der Schlachthöfe des Familienunternehmens liefert, ist automatisch mitversichert. Die Kosten im niedrigen zweistelligen Cent-Bereich pro Schwein trägt zunächst das Unternehmen. In einem späteren Schritt ist die Einpreisung über die Vorkosten vorgesehen.
Informationstag "Zukunftsorientierte Rindermast"
Am 17. März 2026 lädt das Netzwerk Fokus Tierwohl gemeinsam mit den bayerischen Rindermastberatern zur Veranstaltung Zukunftsorientierte Rindermast
nach Grub ein. Im Mittelpunkt des Informationstags stehen die Themen Tiergesundheit, Tierhaltung und Tierwohl – zentrale Bausteine für eine nachhaltige und zukunftsfähige Rindermast. Die Veranstaltung bietet praxisnahe Fachinformationen, aktuelle Einblicke und konkrete Lösungsansätze zu den Herausforderungen entlang der gesamten Produktionskette.
Ceva: Mortellaro bei Kühen – gibt es eine Behandlungsmöglichkeit
Ein neuer Beitrag des Ceva-Blogs ruminant.ceva.pro beschäftigt sich mit dem Einsatz von bestandsspezifischen Impfstoffen als zusätzliche Möglichkeit um den Infektionsdruck in einem Bestand in Kombination mit konsequenter Klauenpflege und Management, guter Stall- und Laufganghygiene, und regelmäßigem Monitoring zu senken.
QS: Jahreszahlen der Haltungsform bestätigen Tierwohl‑Trend
Die Initiative Tierwohl GmbH hat als Trägerin der Haltungsform neue Zahlen zur Haltungsform‑Kennzeichnung vorgelegt, die die Verteilung der fünf Stufen im Jahr 2024 zeigen und den Vergleich zum Vorjahr ermöglichen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Haltungsformstufe 2 bei Schweinefleisch auf einem sehr hohen und stabilen Niveau bleibt (75,2 % Bedientheke; 86,3 % SB-Regal). Die 2024 neu eingeführte Haltungsformstufe 5 Bio
erreicht bei Rind (14,1 %) sowie bei Milch- und Molkereiprodukten (12,8 % und 7,7 %) bereits einen beachtlichen Marktanteil. Die veröffentlichten Zahlen, die auf den Absatzmengen der Eigenmarken der teilnehmenden Lebensmitteleinzelhändler basieren, zeigen, das der Lebensmitteleinzelhandel sein Angebot in den tierwohlorientierten Haltungsstufen kontinuierlich ausbaut.
ASP: Nordrhein-Westfalen unterstützt Kreise bei der Bejagung von Schwarzwild
Vor acht Monaten wurde das erste mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschwein in Nordrhein-Westfalen bei Kirchhundem im Kreis Olpe gefunden worden ist. Inzwischen sind rund 320 Wildschweine in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein positiv auf die ASP getestet worden. Als wichtiger Baustein zur Bekämpfung der ASP sind mittlerweile Jägerinnen und Jäger aufgerufen, in den betroffenen Gebieten verstärkt Schwarzwild zu bejagen, um die Wildschweinbestände weiter zu reduzieren. Hierzu hat Ministerin Silke Gorißen am 6. Februar in Olpe eine zusätzliche finanzielle Unterstützung aktuell betroffener Kommunen bei der Schwarzwildbejagung angekündigt. Das Land NRW beteiligt sich an Programmen der Kreise, die Jagdausübungsberechtigten einen Pauschalbeitrag pro erlegtem Wildschwein auszahlen.
Zusammenfassung des IDF-Forums 2025 zum Tierwohl von Milchkühen
Der Internationale Milchwirtschaftsverband (IDF) fasst im IDF-Merkblatt 48/2026 die Ergebnisse des Dairy Cattle Welfare Forums vom 17. Oktober 2025 in Santiago de Chile zusammen. Das Forum brachte Führungskräfte zusammen, die für die Entwicklung oder Umsetzung von Programmen zum Tierwohl von Milchkühen verantwortlich sind, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren und zukünftige Wege zur Stärkung der Tierschutzsicherung in globalen Milchlieferketten zu erkunden. Aufbauend auf früheren Foren legte das Treffen im Jahr 2025 den Schwerpunkt auf praktische Lehren aus der Umsetzung, die Realitäten der Landwirte und die zunehmende Integration von Tierwohl mit Nachhaltigkeits- und regulatorischen Erwartungen.
Stall der Zukunft für Schweine mit Ringelschwänzen
Einen Förderbescheid über 950.000 Euro hat Ministerin Miriam Staudte jetzt an das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) in Echem (Landkreis Lüneburg) übergeben. Mit der Förderung sollen Haltungseinrichtungen in der Lehrwerkstatt so umgebaut werden, dass hier Schweine mit intakten Ringelschwänzen gehalten werden können. Angehenden Landwirtinnen und Landwirten wird so in der überbetrieblichen Ausbildung und im Rahmen von Weiterbildungen anschaulich dargestellt, wie auf das Kupieren der Ringelschwänze verzichtet werden kann und wie Schweine mit intakten Ringelschwänzen erfolgreich gehalten werden können. Damit kommt die Förderung perspektivisch einer großen Anzahl von Tieren zugute. Die Mittel werden über die politische Liste bereitgestellt.
Prüfung eines Fütterungskonzepts zur Reduzierung von Sojaextraktionsschrot in der Mast von Schweinen
Eine aktuelle Untersuchung der LfL zeigt, dass durch den Einsatz von Fermentationsprodukten und Phytogenen der Anteil an Sojaextraktionsschrot in der Schweinemast um 1,5 Prozentpunkte reduziert werden kann – ohne signifikante Einbußen bei Mast-, Futter- oder Schlachtleistungen.Neben einem stabilen Leistungsniveau ergeben sich je nach Sojapreis Kostenvorteile von bis zu 1,20 € pro Mastschwein. Hinweise auf das Potenzial dieses Fütterungskonzepts für eine ressourcenschonendere Tierernährung stellen W. Preißinger, S. Scherb und F. Ahrens (LfL) in einem aktuellen proteinmarkt-Fachbeitrag vor.
Niedersachsen: Anbindehaltung für Rinder soll untersagt werden
In naher Zukunft soll die Anbindehaltung von Rindern in Niedersachsen der Vergangenheit angehören. Dieses Vorhaben wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium (ML) gemeinsam mit Vertretern des Landvolks, des Landestierschutzverbandes Niedersachsen und der Landesbeauftragten für den Tierschutz vorgestellt. Basierend auf einer Beschlussvorlage der Facharbeitsgruppe Rinder des Niedersächsischen Tierschutzplans für nachhaltige Nutztierhaltung wurde ein Erlass erarbeitet, der sich an die kommunalen Veterinärbehörden richtet und die Anbindehaltung von Rindern in Niedersachsen grundsätzlich untersagt. Gestern hat das ML zudem die Anhörung der Kommunalen Spitzenverbände gestartet.
Milchpraxis: Atemwegserkrankungen bei ausgewachsenen Milchkühen
Atemwegserkrankungen treten bei ausgewachsenen Milchkühen im Allgemeinen relativ selten auf. Wenn doch, werden sie häufig auf eine Schwächung des Immunsystems während der Transitphase zurückgeführt. Generell werden Atemwegserkrankungen bei Rindern als Faktorenkrankheit eingestuft. Neben verschiedenen Viren werden hierbei oft die Bakterien Mannheimia haemolytica, Pasteurella multocida, Histophilus somni und Mycoplasma bovis nachgewiesen. Da in den letzten zehn Jahren deutlich mehr Ausbrüche durch M. haemolytica bei Milchkühen gemeldet wurden, war es das Ziel einer niederländischen Fallstudie, die Merkmale dieser Ausbrüche und mögliche Risikofaktoren näher zu beschreiben. Diese wurden durch eine umfangreiche Umfrage unter betroffenen Landwirten ermittelt. Dabei stellt sich die Frage, ob ein gemeinsamer Risikofaktor, der das Immunsystem schwächt, innerhalb kurzer Zeit bei mehreren Kühen eine sekundäre Infektion begünstigt, oder ob besonders virulente Stämme dieses Bakteriums eingeschleppt werden und zu einer primären Infektion führen.