BRS News
25.08.2017
Baugenehmigungen für mehr Tierwohl erleichtern
Langwierige Genehmigungsverfahren bremsen Innovation und vermehrten Tierschutz aus, stellt Christoph Daun, Vorsitzender des Bundes der deutschen Landjugend (BDL) in einer aktuellen Pressemeldung fest. Darum fordert sein Jugendverband vereinfachte Bewilligungsvorgänge für tierschutzrelevante Baumaßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben.
Auch die Landjugend in Niedersachsen ist zu diesem Thema aktiv und kritisiert in Richtung Landwirtschaftsministerium:
Tierwohlverbessernden Maßnahmen, die keine höheren Emissionen verursachen, wird aus Gründen des Emissionsschutzes … die Genehmigung versagt.
Anm. d. Red.: Das Spannungsfeld von Investitionsmaßnahmen in gesellschaftliche akzeptierte Haltungsverfahren und Umweltschutz bzw. Baugenehmigungen, wurde bereits vom Wissenschaftlichen Beirat im Gutachten
Wege zu einer gesellschafflich akzeptierten Nutztierhaltungbereits Anfang 2015 skizziert. Passiert ist seitdem nichts. Die Forderung der Landjugend ist daher auch vor dem Hintergrund anstehender Umbaumaßnahmen im sog. Deckstall von Sauen berechtigt. Die Baubehörden sowie Bund und Länder müssen ihre Anstrengungen verstärken, um mehr Tierwohl in den Ställen möglich zu machen.
24.08.2017
Tierärzte kündigen Rahmenvertrag zur Bekämpfung von Tierseuchen
Vor dem Hintergrund der aktuellen Seuchensituation mit der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa, beunruhigt eine Meldung des Landkreises Wetterau, nach der 19 Tierärzte den Rahmenvertrag mit der Veterinärbehörde des Wetteraukreises zur Unterstützung im Seuchenfall aufgekündigt haben sollen. Begründet werde die Entscheidung mit der Neubesetzung des Veterinäramtes durch einefachfremdePerson, die angeblich auch zur Kündigung erfahrener Mitarbeiter geführt haben soll.
Verantwortungsvolles Handeln sei dadurchvöllig unmöglich
, werden die Tierärzte imKreisanzeiger" zitiert.
24.08.2017
Agrar-Wahl-Check
Mit ihren Programmen werben die Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl am 24. September 2017 um die Gunst der Wähler. Dazu gehören auch die agrarpolitischen Positionen. Mit demAgrar-Wahl-Checkermöglicht der Deutsche Bauernverband einen kompakten und schnellen Einblick in die teilweise sehr umfangreichen programmatischen Aussagen der Parteien. Im Sinne eines
Wahl-O-Matder Bundeszentrale für politische Bildung haben Nutzer die Möglichkeit, ihre Ansichten und Einstellungen zur Agrarpolitik mit denen der derzeit und ehemals im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien (CDU/CSU; SPD; Bündnis90/Die Grünen; Die Linke; FDP) abzugleichen.
Für den Wahlcheck benötigen Sie 10 Minuten.
24.08.2017
Fleischpreise variieren weltweit stark
Caterwings, ein Online-Marktplatz für Caterings, hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, mit der die Preise verschiedener Grundnahrungsmittel, darunter auch Fleisch, weltweit verglichen wurden. Die Verbraucherpreise unterscheiden sich stark. Um eine Einordnung zu ermöglichen, wurde die Kaufkraft als Basis zugrunde gelegt, also wieviel Ware bekommt man jeentlohnte Arbeitsstunde.
Danach ist z.B. Fleisch in der Schweiz am teuersten, gefolgt von Norwegen und Hong Kong. Am günstigsten war Fleisch in der Ukraine und in Malaysia.
24.08.2017
Tollwut: Impfung hilft?
Noch immer sterben jährlich bis zu 74.000 Menschen an Tollwut, in der Mehrzahl Kinder unter 15 Jahre,informiert das Internetportal
Bioökonomie.deam 21. August 2017 (
Von Tollwut-Nestern und Insektenburgern) und bezieht sich damit auf einen FAZ-Artikel von Sonja Kastilan am 21.08.2017. Zwar gelte die Krankheit offiziell als ausgerottet in Deutschland; Fledermäuse stellten aber nach wie vor ein Erregerreservoir dar.
Menschen, die sich häufig in freier Natur aufhalten, wird empfohlen, sich im Falle von Verletzungen impfen zu lassen.
Anm. d. Red.: Wir können diese Empfehlung fachlich nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich kennt auch niemand einen Menschen, der sich bereits gegen Tollwut hat impfen lassen. Dabei sind Impfungen grundsätzlich sinnvoll, insbesondere in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Sie schützen nicht nur wertvolle Tierbestände, sondern helfen den Medikamenteneinsatz zu reduzieren.
23.08.2017
FLI: Empfehlungen im Falle eines ASP-Ausbruchs bei Wildschweinen
FLI - Vor dem Hintergrund der nach wie vor steigenden Fallzahlen bei der Afrikanischen Schwei-nepest (ASP) im Baltikum, Polen und Tschechien sowie Rumänien, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) Empfehlungen für Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs bei Wildschweinen in Deutschland erstellt. Nach der Einrichtung eines gefährdeten Bezirks und einer Pufferzone gilt es, in beiden geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Verbreitung der Tierseuche möglichst zu verhindern. Dies schließt auch Biosicherheitsmaßnahmen bei der Jagdausübung ein.Die Empfehlungen finden Sie unter http://www.fli.bund.de.
23.08.2017
Futterzusatz in Mastrationen für Schweine kann Futterverwertung verbessern und die Umwelt entlasten
Die neue Düngemittel-Verordnung nimmt einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Rationsgestaltung in der Schweinemast. Hier ist es umso mehr die Nährstoffverwertung bei reduzierten Inhaltsstoffen, die im Focus steht und es zu steigern gilt. Dieser Aspekt wurde in einem Fütterungsversuch der Deutschen Vilomix Tierernährung GmbH geprüft. Eine Ration, die in Anlehnung an die stark N/P reduzierte Fütterung erstellt wurde, erhielt das Unternehmensprodukt NutriSpar
und in einer weiteren Variante ein handelsübliches NSP-Enzym. Die Zulage von NutriSpar
in der Mast führte zu :
- 5% höhere Tageszunahmen
- 0,17 verbesserten Futterverwertung
- geringeren Futterkosten pro kg Zuwachs
23.08.2017
Praxiserfahrene ohne Ausbildung können Berufsabschluss zum Landwirt/ zur Landwirtin nachholen
Für praxiserfahrene Landwirte ist die Teilnahme an der Abschlussprüfung auch ohne vorherige landwirtschaftliche Ausbildung möglich, darauf macht die Landwirtschaftskammer Niedersachsen aufmerksam. Zur Abschlussprüfung können nach § 45/2 Berufsbildungsgesetz auch Personen zugelassen werden, die mindestens das 1,5 fache der vorgeschriebenen Ausbildungszeit als Landwirt tätig gewesen sind. Bei hauptberuflicher landwirtschaftlicher Tätigkeit sind somit mindestens 4,5 Jahre Praxis nachzuweisen, bei nebenberuflicher Tätigkeit erhöhen sich die Praxiszeiten entsprechend dem nachgewiesenen Arbeitsumfang.23.08.2017
Nährstoffanfall von Jungebern
LWK - NS - In der neuen Düngeverordnung ist für das Produktionsverfahren Jungebermast bisher nur die Universal- und die N-/P-reduzierte Fütterung vorgesehen. Mittlerweile zeigen aber mehrere Versuche, u.a. auch von der LWK Niedersachsen, dass Jungeber auch stark N-/P-reduziert ohne Leistungseinbußen gefüttert werden können. Dies wirkt sich natürlich auf den Nährstoffanfall und die für die Gülleausbringung erforderliche Fläche aus.22.08.2017