16.06.2016

Bedeutung des internationalen Agrarhandels

Die Europäische Union gehört zu den Weltregionen, die besonders viele Agrargüter exportiert und importiert. Durch internationalen Agrarhandel steht deutschen Verbrauchern eine Lebensmittelvielfalt zur Verfügung, die vor 50 Jahren undenkbar erschien. Ohne die Möglichkeit des Imports wäre die Verfügbarkeit und Vielfalt der Lebensmittel während des Jahres auf saisonale Produkte beschränkt. Die Mehrheit der Verbraucher will das nicht.

Ein freier internationaler Handel ist ökologisch sinnvoll, wenn die Produktion oder der Anbau dort erfolgt, wo die günstigsten Produktionsbedingungen vorliegen. So ist Deutschland z.B. aufgrund seiner Wasser- und Futterversorgung sowie seiner hohen Produktionsstandards für die Tierhaltung prädestiniert. Mit dem Export veredelter Produkte schont Deutschland auch die Ressourcen der Importländer. Der globale Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen soll allein im Jahr 2005 die für die Welternährung nötige globale Ackerfläche um etwa 82 Mio. Hektar reduziert haben. Seitdem ist der Handel weiter ausgedehnt worden. Kritiker des Trends zur Regionalisierung glauben sogar, dass Lokalismus letztlich einen gesellschaftlichen Rückschritt in Subsistenzwirtschaft und Armut darstellt, u.a. weil es agrarisch geprägte Volkswirtschaften vom Handel und damit von der Einkommenssicherung ausschließt.

Literatur Ökobilanz & Landwirtschaft