BRS News

05.01.2017

Strafsteuer auf Fleisch nützt dem Klima nicht

(DBV) Mit irreführenden Zahlen und einem Tunnelblick auf die Landwirtschaft leistet man keinen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz. So kommentiert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, den jüngsten Vorstoß des Umweltbundesamtes (UBA), das eine höhere Mehrwertsteuer für Milch und Fleisch gefordert hatte. Eine Strafsteuer auf Lebensmittel, wie vom Umweltbundesamt gefordert, hat keinen positiven Nutzen für das Klima, sondern verteuert vor allem den täglichen Einkauf für die Verbraucher. Als Begründung hatte das UBA die Treibhausgas-Emissionen genannt, die bei der Rindfleischerzeugung anfallen.

Anm. der Red.: Der Bauernverband hat vollkommen Recht und kann sich dabei auf Studien und Erfahrungen anderer Länder stützen. So wurde eine dänische Fettsteuer bereits nach einem Jahr wieder gestrichen, weil dänische Verbraucher sich im europäischen Umland eindeckten, und die Steuer gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstieß. Aber insbesondere die fachliche Begründung lässt zu wünschen übrig und widerspricht auch den Empfehlungen diverser Gutachtergremium, Klimaschutz über Systemgrenzen zu denken. Wenn man Klimaschutz ernst nimmt, müsste man die Steuer auf Lebensmittel aus nachhaltigen Systemen sogar gänzlich abschaffen, damit die steigende Nachfrage verstärkt aus diesen Systemen Klima schonend bedient werden kann. Bei der Diskussion drängt sich auch die Frage auf: warum wird Kerosin überhaupt nicht besteuert?
Stellungnahme des BBV / Stellungnahme des RLV
 

05.01.2017

Strafsteuer auf Fleisch nützt dem Klima nicht

(DBV) Mit irreführenden Zahlen und einem Tunnelblick auf die Landwirtschaft leistet man keinen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz. So kommentiert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, den jüngsten Vorstoß des Umweltbundesamtes (UBA), das eine höhere Mehrwertsteuer für Milch und Fleisch gefordert hatte. Eine Strafsteuer auf Lebensmittel, wie vom Umweltbundesamt gefordert, hat keinen positiven Nutzen für das Klima, sondern verteuert vor allem den täglichen Einkauf für die Verbraucher. Als Begründung hatte das UBA die Treibhausgas-Emissionen genannt, die bei der Rindfleischerzeugung anfallen.

Anm. der Red.: Der Bauernverband hat vollkommen Recht und kann sich dabei auf Studien und Erfahrungen anderer Länder stützen. So wurde eine dänische Fettsteuer bereits nach einem Jahr wieder gestrichen, weil dänische Verbraucher sich im europäischen Umland eindeckten, und die Steuer gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstieß. Aber insbesondere die fachliche Begründung lässt zu wünschen übrig und widerspricht auch den Empfehlungen diverser Gutachtergremium, Klimaschutz über Systemgrenzen zu denken. Wenn man Klimaschutz ernst nimmt, müsste man die Steuer auf Lebensmittel aus nachhaltigen Systemen sogar gänzlich abschaffen, damit die steigende Nachfrage verstärkt aus diesen Systemen Klima schonend bedient werden kann. Bei der Diskussion drängt sich auch die Frage auf: warum wird Kerosin überhaupt nicht besteuert?
Stellungnahme des BBV / Stellungnahme des RLV
 

04.01.2017

Wasser-Fachleute diskutieren über schonende Landwirtschaft

Um Grund­wasserschutz im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Ökonomie geht es auf dem 13. Niedersächsischen Grundwasserkolloquium am 15. und 16. Februar 2017 in Braunschweig. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beteiligt sich an diesem zweitägigen Forum für Fachleute aus Forschung, Industrie, Consulting, Verbänden und Behörden.
 

04.01.2017

Wer profitiert eigentlich von gentechnisch veränderten Pflanzen?

Spanien und Argentinien berichten von ihren Langzeit-Erfahrungen mit gentechnisch veränderten Pflanzen. In Spanien sollen mehr als 30 % des angebauten Maises aus gentechnisch verändertem Mais bestehen. Er wird auf rd. 130.000 ha angebaut. Ungleich grösser sind die Anbauflächen für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen in Argentinien. In der letzten Anbausaison 2015/16 seien auf 25.5 Mio. ha Biotech-Pflanzen, vor allem Soja, aber auch Mais und Baumwolle angebaut worden, heißt es im POINT-Newsletter 12/2016.
Seit ihrer Einführung im Jahr 1996 hätten die sog. Biotech-Pflanzen in Argentien rd. 127.000 Millionen US$ an wirtschaftlichen Vorteilen gebracht, wovon in erster Linie die Landwirte profitierten (66%). 26 % des Mehrgewinns ging über Steuern und Abgaben an den argentinischen Staat und 8 % an die Technologie-Anbieter (Saatgut, Pflanzenschutzmittel).
 

04.01.2017

Gehören Krankheiten bald der Vergangenheit an?

Die rasante Entwicklung der ­Genom-Editierung eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Erforschung und Behandlung von Krankheiten. Die Technologie verspricht im Gegensatz zu vielen heutigen Medikamenten, welche häufig nur zur Linderung krankheitsbedingter Symptome beitragen, die kausalen Ursachen genetisch bedingter Erkrankungen adressieren zu können, heißt es im aktuellen Heft Forschung und Lehre 1/17. Insbesondere das sog. CRISPR/Cas9-System hat zu einem entscheidenden Durchbruch im Bereich des Genom-Editing geführt, da die Technologie sehr effizient und die molekulare Schere sehr einfach zu programmieren ist, heißt es in dem Artikel, der neben Chancen und Risiken auch ethische Aspekte zur Sprache bringt. Professor Peter Dabrock, Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie/ Ethik an der Universität Erlangen-Nürnberg und Vorsitzender des Deutschen Ethikrates sowie Dr. Matthias Braun, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Systematische Theologie/ Ethik an derselben Universtität halten es für unverantwortlich, den Einsatz grundsätzlich scheitern zu lassen. Angesichts des enormen Potenzials gebe es eben … nicht nur eine Schuld, wenn man gefährliche Dinge tut, sondern auch, wenn man angesichts drängender globaler Herausforderungen sinnvolle Lösungsansätze vorschnell unterlässt.
 

04.01.2017

Streit um Nitratbericht der Bundesregierung

Nitrat im Grundwasser ist ein ernstes Problem. Deshalb hat die EU-Komission ihre Mitgliedsstaaten verpflichtet, die Nitratgehalte im Grundwasser zu überwachen und regelmäßig Bericht nach Brüssel zu erstatten. Dort wird dann beurteilt, ob nationale Maßnahmen zur Reduzierung der Gehalte wirken oder nicht. Im schlimmsten Fall drohen Vertragsverletzungsverfahren, wie zuletzt gegen Deutschland.
Dabei scheint die Berichterstattung aus Deutschland nach Brüssel nicht unumstritten und das Bundesumweltministerium musste selber erkennen, dass die Anzahl der Meßstellen nicht repräsentativ ist und damit auch ein Vergleich mit anderen Ländern kaum möglich ist. Für den Bericht 2016 wurde nachgebessert: anstatt 162 wurden für den aktuellen Bericht 700 Messstellen ausgewertet. Aber auch diese Anzahl bleibt weit hinter der Anzahl Messtellen anderer Mitgliedsstaaten zurück und soll lt. Experten immer noch nicht repräsentativ für die landwirtschaftliche Nutzung in Deutschland sein. Dazu kommt, dass die Ergebnisse genutzt werden, um die Tierhaltung für die Überschreitung gesetzlicher Grenzwerte verantwortlich zu machen. Mit Zahlen, die der Bericht angeblich so nicht hergibt. Diese Kritik scheint auch bei dem ein oder anderen Journalisten angekommen zu sein. Auf eine offizielle Stellungnahme der Verantwortlichen indes wartet man vergeblich.
 

04.01.2017

Mühle wird weiteres Mitglied beim Forum Moderne Landwirtschaft

Forum Moderne Landwirtschaft Die Saalemühle Alsleben GmbH + Dresdener Mühle ist seit Jahresbeginn 2017 neues Mitglied im Forum Moderne Landwirtschaft. Das Unternehmen mit Standorten in Sachsen sowie Sachsen-Anhalt unterstützt damit ab sofort die kommunikativen Aktivitäten des Forum. Für den Geschäftsführer des Unternehmens, Michael Gutting, stehe außer Frage, dass unsere Branche mehr Dialog mit den Verbrauchern führen muss. Das Forum engagiert sich hier eindrucksvoll. Diese Aktivitäten unterstützen wir gern. Damit hat das Forum jetzt 49 Mitglieder.
 

03.01.2017

Beschäftigungsmöglichkeiten für Schweine

Schweine brauchen Beschäftigung. Das Angebot ist vielfältig und reicht von Einstreumaterial über Holz bis zu Seilen und verschiedenen Beißangeboten aus Kunststoff. Welchen Nutzen bringen die Beschäftigungsmöglichkeiten für das Tier und wie sind sie von der Handhabung und dem Aufwand zu bewerten? Das Heft stellt empfehlenswerte Lösungen in 17 Steckbriefen vor. Schweine wollen Wühlen, Beißen, Nagen, Kauen und Erkunden. In der Natur können sie dies zusammen mit der Nahrungssuche über viele Stunden am Tag ausüben. Die wenigen Minuten je Futterration in heutigen meist einstreulosen Ställen bieten den Tieren dagegen nur wenige Möglichkeiten diese Verhaltensweisen auszuleben. Das beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden der Schweine, sondern wirkt sich auch negativ auf ihre Gesundheit und damit auf ihre biologischen Leistungen aus. Der Tierhalter ist verpflichtet, den Schweinen in allen Haltungsabschnitten jederzeit Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten. Das KTBL-Heft erläutert die biologischen Ansprüche der Schweine nach Beschäftigung, stellt die rechtlichen Regelungen dar und beschreibt verschiedene Materialien und Gegenstände zur Beschäftigung. Im Anhang sind in Steckbriefen 17 empfehlenswerte Beschäftigungen beschrieben und bewertet. Auf die Vor- und Nachteile, z. B. Kosten, Arbeitsaufwand und Verträglichkeit mit Flüssigmistverfahren wird ebenfalls hingewiesen. Das Heft fasst den Stand des Wissens zusammen und bietet Schweinehaltern, ihren Beratern und Veterinären eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die betriebsindividuelle Auswahl.
Kosten: 9 € (Print-Version) oder 7 € (Download-Version)
 

03.01.2017

Pflanzenerträge profitieren vom C02-Anstieg

Der Anstieg von Kohlendioxid (C02) in der Atmosphäre führt bei vielen Kulturpflanzen zu höheren Erträgen. Untersuchungen des Thünen-Instituts für Biodiversität mit Weizen zeigten aber Qualitätseinbußen. So sank bei Weizen der Eiweißgehalt im Korn.Experten hatten einen neg. Einfluss des C02 auf ein Enzym vermutet, das Nitrat zu Nitrit umwandelt. Diese Hypothese haben die Wissenschaftler jetzt überprüft und konnten sie nicht bestätigen. Im Gegenteil: die Enzymaktivität wurde unter Freilandbedingungen sogar stimuliert. (Quelle: Wissenschaft erleben, 2016/2, Seite 3)
 

03.01.2017

Bioaerosole aus Tierställen deutlich niedriger als bisher angenommen

Um die tatsächliche Höhe der Emissionen aus Tierställen zu bestimmen, wurden am Thünen Institut für Agrartechnologie Bioaerosole 24 Stunden lang kontinuierlich gemessen. Bisher waren Messungen nur tagsüber üblich.Die Ergebnisse überraschten. Nicht weil die Emissionen nachts nur ein Zehntel der Bioaersolkonzentrationen betrugen (bei Geflügel, bei Schweinen die Hälfte), die tagsüber gemessen wurden, sondern weil die mittleren Bioaerosolemissionen aus Tierställen deutlich niedriger sind, als bisher angenommen.
Die Wissenschaftler empfehlen daher, diese Werte bei der künftigen Genehmigung von neuen Tierställen oder Umbaumaßnahmen zu berücksichtigen. Viele Bauvorhaben in tierschutzgerechtere Ställe werden derzeit nicht durchgeführt, weil Behörden und Gutachter von falschen Werten ausgehen. (Quelle: Wissenschaft erleben, 2016/2)
 

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mit Unterstützung der
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