Wassernutzung bei der Erzeugung von Rindfleisch

Mehr als 90 Prozent des Wasserbedarfs in der Rinderhaltung wird für die Futterherstellung gebraucht. Für den Anbau des Futters wird überwiegend Regenwasser genutzt. Etwa vier Prozent des benötigten Wassers für die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch ist Blaues Wasser.

Wassernutzung Im Vergleich

Deutschland ist ein Gunststandort für die Erzeugung von Lebensmitteln. Der Export von wasserintensiven Nahrungsmitteln kann dazu beitragen, Länder mit weniger Niederschlag zu entlasten. In Deutschland benötigen derzeit nur zwei Prozent der Flächen künstliche Bewässerung. Für die Produktion von Futterpflanzen wird in Deutschland weniger Blaues Wasser genutzt als im Durchschnitt aller Länder. Fast überall in Deutschland fällt genug Niederschlag als Voraussetzung für eine landwirtschaftliche Nutzung der Flächen. Das kommt auch der Tierhaltung zugute. Von der Gesamtmenge Wasser für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch sind im welt-weiten Durchschnitt über 14.000 Liter Grünes Wasser. Etwa 500 Liter – also weniger als vier Prozent des benötigten Wassers – sind blaues Wasser, und fast drei Prozent Graues Wasser. Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch benötigt somit 60 Prozent weniger blaues Wasser im Vergleich zur Produktion z. B. eines Kilogramms Nüsse.


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Die Zahlen basieren auf sogenanntem virtuellem Wasser. Blaues Wasser beinhaltet Grund- und Oberflächenwasser, also auch Leitungswasser. Als Grünes Wasser wird Regenwasser bezeichnet, welches von der Landwirtschaft nachhaltig genutzt wird. Graues Wasser ist Schmutzwasser, das erst nach Reinigung verwendet werden kann.