Nutztiere sind ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion

Nachhaltige Lebensmittelproduktion

Nutztiere sind unverzichtbar im landwirtschaftlichen Stoffkreislauf. Sie verwerten die für Menschen nicht essbare Pflanzenmasse aus der landwirtschaftlichen Produktion und erzeugen dabei hochwertige Lebensmittel.  


Etwa 80 bis 85 Prozent der pflanzlichen landwirtschaftlichen Produktion sind nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Dazu gehören z.B. Grünland (Wiesen und Weiden), Zwischenfrüchte der landwirtschaftlichen Fruchtfolge, bei der Ernte anfallende Koppelprodukte (z.B. Stroh), Nebenprodukte der Verarbeitung von Lebensmitteln (z.B. Trester, Rapsextraktionsschrot) sowie Getreide geringerer Qualitäten. Je Kilogramm pflanzlichem Lebensmittel für den menschlichen Verzehr fallen etwa 4 Kilogramm nicht essbare pflanzliche Biomasse an. Nutztiere, vor allem Wiederkäuer, verwerten diese als Futterkomponente und erzeugen dabei hochwertige tierische Lebensmittel, wie Milch und Fleisch. Somit leisten Nutztiere einen wichtigen Beitrag zur Flächen- und Ressourcennutzung in der Lebensmittelerzeugung. Nutztiere sind weiterhin essenzielle Beschleuniger des Kreislaufs von Pflanzennährstoffen. Der bei der Verdauung anfallende Wirtschaftsdünger liefert den Pflanzen Nährstoffe, die sie für ihr Wachstum brauchen. Die direkte Einarbeitung der nicht essbaren Pflanzenmasse in den Boden wäre hingegen nicht so effektiv, da die Zersetzung im Boden deutlich langsamer erfolgt. Die Folge wären sinkende Ernteerträge oder ein größerer zusätzlicher Mineraldüngerbedarf.


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Die verfügbare landwirtschaftliche Nutzfläche wird ständig kleiner, gleichzeitig wächst die Bevölkerung. Rinder helfen, Ressourcen optimal zu nutzen und sind daher unverzichtbar für eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung.