Tier D
Deutsche Nutztiere ernähren sich regionaler als der deutsche Verbraucher

Unsere Nutztiere verwerten zu über 95 % heimische Futtermittel, die zum überwiegenden Teil auf den
tierhaltenden Betrieben selbst erzeugt werden.
Nutztiere sind ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion

Nutztiere sind unverzichtbar im landwirtschaftlichen Stoffkreislauf. Sie verwerten die für Menschen nicht essbare Pflanzenmasse aus der landwirtschaftlichen Produktion und erzeugen dabei hochwertige Lebensmittel.
Milchleistung ist nicht alles - Fitness und Langlebigkeit in der Rinderzucht

Die Rinderrasse Deutsche Holsteins gehört zu den bekanntesten in der deutschen Milcherzeugung. Die Zuchtziele haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig verändert. Noch bis zum Jahr 1996 war die Milchleistung das wichtigste Kriterium zur Auswahl der besten Zuchttiere. Heute hat sie hingegen nur noch ein Gewicht von 36 % im Gesamtzuchtwert.
Gesundheitsrisiko durch Tierarzneimittelrückstände?

Alle tierischen Lebensmittel werden regelmäßig im Auftrag des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit stichprobenartig untersucht. 99,91 Prozent aller Proben blieben unbeanstandet; in 0,09 Prozent der Proben wurden Tierarzneimittelrückstände über den erlaubten Höchstwerten nachgewiesen (Stand 2018), das heißt aber nicht, dass hiervon ein Gesundheitsrisiko ausgeht.
Rinder veredeln pflanzliches Material in hochwertige Lebensmittel

Rinder gehören zu den sog. Wiederkäuern. Durch den mehrteiligen Wiederkäuermagen ist es Rindern möglich, auch solche pflanzlichen Rohstoffe als Nahrung zu nutzen, die für Menschen unverdaulich sind. Sie machen damit Ressourcen nutzbar, die der menschlichen Ernährung sonst nicht zur Verfügung stehen würden.
Antibiotikaresistenzen in der Nutztierhaltung

Bei Resistenzen verlieren Antibiotika ihre Wirksamkeit gegenüber Bakterien. Die zunehmenden Antibiotikaresistenzen sind ein gemeinsames weltweites Problem der Human- und der Tiermedizin.
Fachgerechter Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung

Kranke Tiere müssen tierärztlich versorgt werden. Die Anforderungen an die Verschreibung und Behandlung mit Antibiotika sind hoch. Antibiotika können nur nach der tierärztlichen Verschreibung angewendet werden. Der Tierarzt muss vor der Verschreibung einen Erregernachweis durchführen, um zu klären, ob die antibiotische Behandlung wirksam sein wird. Jeder Antibiotikaeinsatz muss vom Tierhalter an die zuständige Überwachungsbehörde gemeldet werden. Diese berechnet anhand der gemeldeten Antibiotikamengen die Therapiehäufigkeit
– bundesweit und für den einzelnen Betrieb. Die einzelnen Betriebe müssen ihre Therapiehäufigkeit mit den bundesweiten Antibiotikaanwendungen vergleichen. Die Betriebe mit dem höchsten Antibiotikaeinsatz müssen Maßnahmen zur Reduzierung umsetzen. Die an Nutztiere verschriebene Antibiotikamenge ist seit Beginn der Erfassung im Jahr 2011 um 69 Prozent gesunken.