06.04.2021rss_feed

Weidebasierte Milchproduktion kann hohe Milchleistung mit sehr niedrigen Methanemissionen verbinden

Ist die Milch von weidenden Kühen besser für das Klima als Milch von Kühen in Stallhaltung? Forschende der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der CAU haben sich auf dem Versuchsgut Lindhof im Rahmen des EU-Projektes SusCatt dieser Frage gewidmet und über ein Jahr hinweg die Milchleistungen von weidenden Jersey-Kühen erfasst und die Methanemissionen gemessen. Die Resultate der Forschungsarbeit wurden in der internationalen Fachzeitschrift Agriculture publiziert: Die Milchleistungen der Kühe waren nicht nur generell sehr hoch und vergleichbar mit Jersey-Kühen aus einer anderen Studie, die bei gleichem Körpergewicht 61 Prozent Kraftfutter in der Ration aufgenommen haben – die Milchleistung konnte sogar noch zusätzlich auf den artenreichen Beständen signifikant gesteigert werden. Die Methanbildung war zwar auch mit ca. zehn Prozent leicht gesteigert, doch blieben die Methanemissionen insgesamt mit ca. acht bis zehn Gramm Methan pro Kilogramm Standardmilch auf einem im Vergleich zur internationalen Literatur sehr niedrigen Niveau.

Biogenes Methan unserer Kühe ist Teil des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs. Das Stromgas Methan wird innerhalb von 10 Jahren abgebaut. Unveränderte Rinderbestände sind so klimaneutral wie ein stillgelegter Airbus.



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