27.05.2020

Regelmäßiger Milchkonsum soll das Auftreten des metabolischen Syndroms verringern

Eine in internationaler Kooperation durchgeführte Studie des kanadischen Forschungsinstituts für Volksgesundheit (PHRI) hat den Zusammenhang von regelmäßigem Milchkonsum mit dem Auftreten des metabolischen Syndroms (MetS) untersucht. Bei MetS steht für das gleichzeitige Auftreten von Bluthochdruck, Insulinresistenz und gestörtem Fettstoffwechsel, die durch Übergewicht begünstigt wird. Für die Studie wurden über 9 Jahre hinweg insgesamt 147.812 Probanden im Alter von 35 bis 70 Jahren aus 21 Ländern und 5 Kontinenten untersucht. Die Teilnehmer mussten ihre Ernährung – mit Fokus auf Milchprodukte – genau dokumentieren. Während manche Teilnehmer vermehrt Milchprodukte zu sich nahmen, verzichteten andere gänzlich darauf. Auch der allgemeine Gesundheitszustand und die Krankengeschichte der Teilnehmer wurde analysiert.


Die Ergebnisse der Beobachtungsstudie zeigten eine signifikant positive Gesundheitswirkung, wenn Probanden mindestens zwei Portionen Milchprodukte am Tag verzehrten. Demnach lag das Risiko für Diabetes oder Bluthochdruck um zwölf Prozent niedriger als bei einer Ernährung ohne Milchprodukte. Diese Ergebnisse waren bei denjenigen, die Vollfett-Milchprodukte verzehrten, deutlicher als bei denjenigen, die fettarme Milchprodukte verzehrten. Die Wissenschaftler haben die Hoffnung, in Folgestudien Aussagen darüber treffen zu können, obeine Steigerungen des Milchkonsums einen praktikablen und kostengünstigen Ansatz zur Verbesserung der Gesundheit bei Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt.


Originalstudie BMJ Journals

Die Probleme von Ernährungsstudien

KERN: Metastudie zu Milch und Milchprodukten