06.04.2022

Nutztierhaltung und die Diskussion um die Nahrungsmittelkonkurrenz

Futteraufkommen

Jede Krise birgt die Gefahr, dass sie von politischen Akteuren zur Umsetzung ihrer Forderungen instrumentalisiert wird. So auch jetzt die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine auf die globalen Agrarmärkte, schreibt der Agrarökonom Niklas Frohn in seinem Blog Agropolit-X. Gegner der Nutztierhaltung nutzen die Eskalation des Konfliktes, um Stimmung zu machen. Ganz besonders hartnäckig hält  sich die Behauptung, dass Nutztiere uns das Essen wegessen würden. Statt Tierfutter, könnte auf den Ackerflächen auch Getreide, Bohnen und Gemüse für die menschliche Ernährung angebaut werden. Doch ist das wirklich so?, fragt Frohn und gibt wichtige Hintergrundinformationen mit einem historischen Rückblick und Daten & Fakten zur Futtermittelproduktion in Deutschland. Er erinnert daran, dass der überwiegende Teil (rund 85%) der für Futterzwecke verwendeten Agrarrohstoffe nicht für die menschliche Ernährung nutzbar ist. Weitere Hintergrundfakten liefert Dr. Willi Kremer-Schillings alias Bauer Willi". Der theoretische Anteil des nutzbaren Getreides im Futter liegt bei maximal 9,4 Prozent.